Verzeih dir | Warum es so wichtig ist, dass du dir verzeihst

Vielleicht hast du das Gefühl, dass es in deinem Leben nicht schnell genug voran geht.

Du möchtest etwas ändern, einen neuen Weg gehen, aber irgendwie läuft es nicht so, wie du dir das wünscht.

Du gehst einen Schritt voraus, hast ein einigermaßen gutes Gefühl, aber dann geht es auch schon wieder einen Schritt zurück.

Und was passiert dann?

Du fühlst dich schlecht, du verurteilst dich. Du denkst, du bist zu blöd, um etwas zu ändern, etwas zu erreichen.

Aber das ist nicht der Fall.

Bestimmt kennst du solche Momente auch, oder? Ich kenne das nur zu gut.

Höre dir hier die ganze Folge an:

Ergänzende Links:


Es gibt keinen Grund, dich zu verurteilen

In dieser Episode Glitzerstaub möchte ich dir zeigen, dass du weder zu blöd, noch ungeschickt, unerfahren, zu jung oder zu alt bist. Denn es hat seinen Grund, warum du dort bist, wo du bist.

Wenn du das tief in dir verstanden hast, wird alles leichter und fühlt sich besser an.

Dann gibt es keinen Grund mehr, dich zu verurteilen und dich als „nicht wert“ oder „nicht gut genug“ zu sehen.

Im Februar diesen Jahres war ich zum zweiten Mal bei einem Ayahuasca-Retreat in Peru. Die schamanische Pflanze Ayahuasca hilft dir in Zeremonien, die über 5 Stunden dauern, deine Ängste, Traumata, Glaubenssätze und ungelöste Momente in deinem vergangenen Leben aufzudecken und zu lösen.

Das ist (zumindest für mich) oft mit viel Angst verbunden, aber es lohnt sich immer wieder.

Der Grund, warum ich nach Peru gegangen bin, war, dass ich herausfinden wollte, ob ich in meiner Kindheit sexuell missbraucht worden bin. Damit wollte ich abschließen und so ein Leben mit weniger Angst und mehr Lieben zu führen.

Habe ich das herausgefunden?

Nein, zumindest nicht direkt.

Ich habe keine Erinnerungen bekommen

Aber trotzdem bin ich mir sicher, dass ich Missbrauch in irgendeiner Form von wem auch immer erlebt habe.

Ich kann mich nicht an meine Kindheit erinnern.

Mein Schamane in Peru hat mir in jener Woche gesagt, dass es Zeit ist, dort genauer hinzugucken und mich zu trauen. Egal, ob es in der Woche in Peru ist oder später.

Es ist Zeit, mich zu öffnen und hinzuschauen, damit ich anschließend ein Leben in innerem Frieden und Liebe leben kann.

Das Gespräch mit dem Schamanen hat in mir eine tiefe Angst ausgelöst. So eine starke Angst, wie ich sie bisher kaum erlebt habe. Beziehungsweise kann ich mich nicht mehr daran erinnern.

Diese starke, starke Angst hat mir klar gemacht, dass es in meiner Kindheit etwas gegeben haben MUSS. Ansonsten könnte die Angst vor der Erinnerung nicht so stark sein.

Gott sei Dank konnte sich diese Angst im Laufe der nächsten Zeremonien wieder beruhigen und auflösen.

Durch sie und die Pflanze Ayahuasca habe ich aber eine wichtige Erkenntnis gewonnen.

Ich habe mich oft verurteilt

Bisher habe ich mich oft in meinem Leben für Dinge verurteilt, die ich gemacht oder auch nicht gemacht habe. Meilensteine in meinem Leben, Dinge, wo ich mich bisher gefragt habe, wie es dazu kommen konnte.

Heute weiß ich, dass der Grund dafür in meiner Kindheit liegt. Ich weiß es nicht nur, ich habe es tief in mir verstanden. Und das ist so viel wert!

Denn durch den Missbrauch habe ich als Kind nicht gelernt, zu 100 % zu vertrauen. Nicht gelernt, mich voll für die Liebe zu öffnen. Liebe zu geben und Liebe zu empfangen. Nicht gelernt, dass ich es wert bin und dass ich gut genug bin. Das hat damals keine Rolle gespielt und wurde mit meiner Seele aus meinem Leben gedrängt.

Heute weiß ich, dass alles in meinem späteren Leben deswegen so gekommen ist. Es gibt keinen Grund, mich zu verurteilen.

Als Kinder werden wir von so vielen Dingen und Menschen beeinflusst.

Egal ob gut oder schlecht, ein Einfluss findet statt. Freue dich darüber, wenn du in etwas richtig gut bist! Denn das wurde dir schon früh in die Wiege gelegt. Vielleicht von deinen Eltern, Großeltern, Freunden, in Kindergarten oder Schule. Sei dankbar, dass es dir gut geht.

Alles hat seinen Grund

Verurteilst du dich für die Dinge, die in deinem Leben nicht funktionieren, fange an, nachsichtiger mit dir zu sein. Es hat seinen Grund.

Vielleicht findest du diesen Grund heraus, vielleicht nicht. Vielleicht kennst du ihn schon. Alles ist gut.

Du musst nicht zu einem Ayahuasca-Retreat auf die andere Seite der Erde fahren. Fang an zu meditieren, nimm dir jeden Tag ein paar Minuten nur für dich Zeit. Schließe deine Augen und atme.

Oder schreibe jeden Tag ein Tagebuch für 10 Minuten. Lass einfach deine Gedanken aufs Papier fließen. Oder fange an mit Yoga und lerne dich und deinen Körper neu kennen.

All das sind kleine Schritte, um dir wieder näher zu kommen.

Dich wieder mehr lieben zu lernen, dir zu verzeihen.

Denn die Zeit ist reif dafür.

Fang jetzt damit an.

Dir könnte auch gefallen

Schreib einen Kommentar