Was ich von einem dreibeinigen Hund gelernt habe …

Als ich vor ein paar Monaten laufen war, hat mir ein dreibeiniger Hund gleich zwei Dinge beigebracht. Die zweite Sache ist mir sogar erst vor Kurzem aufgefallen.

Und wenn ich es richtig überlege, hat mir der dreibeinige Hund  sogar drei Dinge beigebracht.


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Ich war also laufen.

Auf dem Land.

Vor mir ein langer Weg, links und rechts nur Felder. Außer mir war kein weiterer Mensch zu sehen.

In ein paar Hundert Metern Entfernung habe ich dann plötzlich einen großen Hund herumrennen sehen. “Oha!“

War mein erste Gedanke „Hund – groß – freilaufend – Gefahr!“

Ich habe zwar das Herrchen bei ihm gesehen, aber trotzdem gingen meine Alarmglocken sofort an.

Je näher der Hund kam, desto entspannter wurde ich. Denn es war irgendwann offensichtlich: Der Hund ist einfach nur herum gerannt, ist gesprungen und hat sich seines Lebens gefreut.

Erst als er direkt an mir vorbeigerannt ist, habe ich es gesehen: Der hat ja nur drei Beine! Krass!

Meine erste Erkenntnis genau in dem Augenblick:

Der hat sich nicht von irgendwelchen Glaubenssätzen davon abhalten lassen, sein Leben zu genießen

Ich bin nicht so schnell wie die anderen Hunde.

Meine Narbe sieht blöd aus.

Ich humple so seltsam, da bleib ich lieber gleich ganz stehen, damit niemand etwas merkt.

Aus dieser Sicht wirkt es sogar lächerlich, dass ein Hund so denken könnte, oder?

Aber wir Menschen denken oft so und machen unser Leben von den Gedanken und Meinungen anderer Menschen abhängig.

Danke Hund fürs Erinnern!

Die zweite Erkenntnis: Stell dich deiner Angst!

Schon aus ewiger Entfernung habe ich mir einen Kopf darüber gemacht, dass der Hund mich beißen könnte. Ich war unsicher, hatte Angst.  Mein Kopf hat die Kontrolle übernommen.

Ich habe mich aber der Angst gestellt und bin weiter auf den Hund zugelaufen (wenn auch ein bisschen langsamer). Durch den gut gelaunten Hund wurde ich schließlich belohnt.

Sich deiner Angst zu stellen, lohnt sich. Du fühlst dich besser, wächst und bist wieder deinem wahren Ich ein bisschen näher gekommen.

Last but not least, meine dritte Erkenntnis:

Die Dinge brauchen ihre Zeit.

Ich habe oft an diesen Hund in den letzten Monaten gedacht. Er ist ein tolles Beispiel dafür, wie wir leben sollten. Immer im Augenblick, nicht an Wenns und Abers denken, sondern unser Leben genießen.

Aber dass ich im ersten Augenblick Angst hatte und schließlich belohnt wurde, hatte ich vergessen. Oder verdrängt.

Dazu habe ich ein bisschen länger gebraucht – bis jetzt.

Alles kommt zur rechten Zeit.

Mach dir also bitte keine Sorgen, wenn du nicht so schnell vorankommst, wie du es dir vorgestellt hast.

Ich hadere auch damit dann und wann, fluche und bin stinksauer oder traurig. Aber im Nachhinein merke ich, dass es durchaus seinen Sinn hatte. Ich war einfach noch nicht so weit.

Denk aber immer daran: Du hast schon jetzt alles in dir!

Vielleicht braucht es erst noch eine weitere Schicht, um dein Licht zu entdecken.

 

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